Maritime Meile Rostock - Menü
Maritime Meile Konzeption 3.2. Grundansatz für das Maritim Touristische Zentrum

Das MTZ ist in zwei deutlich unterschiedlichen Varianten vorstellbar: In Variante 1 besteht es aus einem Komplex land- und wasserseitiger Anlagen und Objekte. Hierfür wird ein Landgebäude (bzw. mehrere Landgebäude) errichtet, und das Traditionsschiff sowie weitere schwimmende und landfeste Objekte werden aus dem IGA-Park in den Stadthafen verlegt. Für die maritime Seite des IGA-Parks werden interessante Nutzungen entwickelt. In Variante 2 besteht das MTZ aus einem Gebäude (bzw. mehreren Gebäuden), in denen attraktive Ausstellungen und Veranstaltungen stattfinden. In dieser Variante bleibt das Traditionsschiff in Schmarl.
Ein qualitativer Vergleich beider Varianten geht davon aus, den Stadthafen und die maritime Seite des IGA-Parks nicht isoliert voneinander, sondern im Komplex zu betrachten. Variante 1 bietet die Chance, durch die Kombination von Landgebäuden mit dem MS Dresden und weiteren Objekten ein attraktives maritimes Erlebniszentrum zu entwickeln. Das wäre prinzipiell ebenso im IGA-Park möglich. Voraussetzung ist in beiden Varianten, die Ausstellungskonzeption grundlegend zu modernisieren und zu erweitern. Mit der Lage im Stadthafen verspricht Variante 1 einen erheblich höheren Gewinn an Image für Rostock und an Besucherzahlen und damit an wirtschaftlichen Effekten. Nur mit dieser Variante können Besucherzahlen generiert werden, um eine betriebswirtschaftlich funktionierende Lösung zu ermöglichen.
Auch bei Variante 2 ist im Stadthafen ein attraktives Landgebäude als Zentrum der Maritimen Meile erforderlich. Es ist sehr zu bezweifeln, dass dann im IGA-Park ein weiteres Landgebäude zur Ergänzung des Museums realisierbar ist. Damit wäre das Schiffbau- und Schifffahrtsmuseum in Schmarl auch in Zukunft auf das Traditionsschiff und die anderen dort befindlichen Objekte beschränkt. Diese Sichtweise wird durch die jüngsten Ergebnisse von Arbeitsgruppen zu den Finanzierungsmöglichkeiten des IGA-Konzeptes unterstrichen.
Der offensichtliche Nachteil von Variante 2 besteht darin, dass mögliche Besucher- und Wirtschaftspotenziale nur zu einem Teil gehoben werden können. Denkt man etwas weiter in die Zukunft und nicht nur kurzfristig, so könnte man darüber hinaus sogar die Gefahr sehen, dass bei diesem Szenario der Museumskomplex im IGA-Park nicht langfristig erhalten werden kann. Bei einer solchen Sicht stellt Variante 1 die wohl einzige Chance dar, in Rostock maritime museale Inhalte zu erhalten, indem sie in einem modernen Erlebniszentrum nachhaltig verankert werden. Variante 1 bietet durchaus Möglichkeiten, im IGA-Park in Schmarl einen maritim ausgerichteten Teil zu erhalten und zu entwickeln. Er sollte eng mit den beiden anderen Funktionen des IGA-Parks als Stadtteilpark und als Raum für Events verbunden werden, dazu ist ein kreatives Konzept zu entwickeln.
Üm den erheblichen Investitionsanforderungen beider Varianten nachkommen zu können, ist der Rückgriff auf Fördermittel notwendig. Nach bisher vorliegenden Informationen ist für Museumsentwicklung im IGA-Park nicht mit Fördermitteln zu rechnen.
Der Vergleich beider Varianten weist nach, dass Variante 1 als günstigste Lösung anzusehen ist, sie verspricht den höchsten Zuwachs an Image und wirtschaftlichen Effekten und nur diese Variante ist als zukunftsfähig anzusehen. Die Diskussionsteilnehmer der Bürgerinformationsveranstaltung am 12. Mai 2015, die sich explizit zu dieser Frage äußerten, sprachen sich für Variante 1 aus.

<< Seite zurück Seite vor>>